Holzwurm Fritz – Geschichten aus dem Hofgut

Vor ein paar Wochen war ich im Hofgut Hafnerleiten beim Workshop “Sinnliches Schreiben”. Wir aktivierten unsere Sinne indem wir durch den Wald strichen, ein anderes Mal regte uns ein Schwitzbad in der Sauna an und natürlich das gute Essen, mmm. 2 1/2 Tage  später gab’s ein Ergebnis ;)

 

Holzwurm Fritz schleppt sich nachdenklich durch den Wald. Mit dickem Bauch wälzt er sich durch das feuchte Moos. Immer wieder hält er an und knabbert an dem Zweig, den er von seiner Sippe als Proviant bekommen hat.

Noch immer versteht Fritz nicht, weshalb sie ihn verjagt haben. Seine Freunde! Liz, Karl, Hans und sogar der Sepp!  Er frisst zu viel, haben sie ihm vorgeworfen. Er sei lebensgefährlich für die gesamte Sippe.

Na gut, vielleicht hätte er nicht bis an den Rindenrand knabbern sollen. Dorthin, wo das Holz so aromatisch, so knackig schmeckte. Dorthin, wo es plötzlich tock, tock, tock machte. Wo der Specht wartete. Wo ihn der Sepp gerade noch weg gezogen hatte.

Fritz wohnte mit seiner Sippe in einem Wäldchen nahe Brunndobl. Sie teilten sich eine uralte Fichte. Das Holz alter Fichten schmeckt anders als das Holz junger Bäume, erdiger und moosiger. Ein Aroma, das sich bildet, sobald eine Fichte an  Jahresringen zulegt.

Bei seinen heimlichen Fresstouren durch ihre Fichte hinterließ Fritz tiefe Spuren. Rülpsend waberte er durch den Baum, die dicken Backen mit leckeren Holzspänen gefüllt. Und immer öfter brachen seine Freunde ein im Holzlabyrinth, das Fritz so beharrlich erweiterte. Doch erst die Sache mit dem Specht brachte das Fass zum Überlaufen.

Karl zitierte Fritz zur Holzwurmversammlung: “Wurm Fritz, das geht so nicht! Du bist zu verfressen. Du bringst uns in Gefahr. Der Specht hätte uns alle verschlingen können. Wir wollen dich hier nicht mehr haben.”

“Tzz, ich finde sicher wieder einen neuen Baum und eine nette Sippe mit dazu”, erwiderte Fritz und kaute auf einem der Holzspäne aus seiner linke Backe. Dann würmelte er sich davon. Seine Freunde saßen auf einem langen Ast und seufzten ihm hinterher.

Bald hörte Fritz ein fröhliches Lachen und angeregtes Gemurmel. “Da gehe ich hin. Die nehmen mich bestimmt auf und ob es der oder ein anderer Baum ist, ist mir völlig egal.” Regenwürmer! “Ich bin Fritz, wollt ihr mich aufnehmen?”, rief er ihnen zu. Doch die lachten ihn nur aus. Später traf Fritz drei Nacktschnecken, die ihn, den Holzwurm, nicht einmal eines Blickes würdigten. Und auch die Ringelnatter, lang und fett, wie Fritz es niemals werden konnte, wollte ihn nicht in ihrem Bau aufnehmen. Traurig trollte er sich davon.

Zum ersten Mal in seinem Holzwurmleben fühlte Fritz sich einsam. Nicht einmal das Holz schmeckte ihm. Auf die Düfte von Moos und Tannenzapfen reagierte er schon lange nicht mehr. Gelangweilt kroch er dahin und dachte wehmütig an seine Freunde und die schöne, gemeinsame Zeit in der alten Fichte. Vor Kummer verlor Fritz Gramm um Gramm und wurde schlank wie in seiner Holzwurmjugend.

Plötzlich hört er ein leises Kichern. Liz! Er erblickt sie gemeinsam mit Karl auf der Kappe eines Fliegenpilzes. “Hallo Fritz, wir beobachten dich schon eine ganze Weile. Gut siehst du aus.” Und nach einer kleinen Pause sagt Karl: “Du gehörst zu unserer Sippe, und wir möchten dich wieder bei uns haben. Denn gemeinsam schmeckt es doch viel besser! Wir haben schon ein Fichtenholz-Carpaccio für dich vorbereitet.”

 

 

 

Das innere Lächeln

Der erste Schritt zur Entspannung ist eine wohlwollende Einstellung sich selbst gegenüber. Vielen Menschen erscheint gerade das als sehr schwierig. Gerade deshalb ist das „Innere Lächeln“ eine der wichtigsten Qigong-Übungen. Nehmen Sie sich bitte für die folgende Übung einige Minuten Zeit:

Schließen Sie die Augen und achten Sie auf Ihren Atemfluß.

Spüren Sie, wie die Atemluft ein und aus strömt? Wie tief erleben Sie Ihren Atem bzw. die Atemwelle, die Ihren Körper während des Atmens bewegt?

Dann ziehen Sie die Stirn in Falten und stellen sich vor, daß Sie angestrengt über irgend etwas nachdenken. Was geschieht jetzt mit Ihrem Atem?
Jetzt entspannen Sie Ihr Gesicht wieder und blicken sanft nach „Innen“. Können Sie ein „Inneres Lächeln“ wahrnehmen? Wenn ja, darf es ruhig auch nach außen dringen.

Spüren Sie, wie Ihr Atem sich wieder verändert? Hat sich insgesamt etwas verändert?

Allein ein Stirnrunzeln kann den Atemfluß und natürlich in Folge auch den Qi-Fluß deutlich blockieren. Auch oder gerade, wenn etwas in Ihrem Leben anstrengend oder ärgerlich ist, lohnt es sich, für einen Moment innezuhalten und sich selbst ermutigend zuzulächeln, oder über sich und die Situation zu lächeln. Das entspannt und gibt Ihnen vielleicht den Blick frei auf neue Lösungsmöglichkeiten.

Sexualität, der persönliche Glücksraum

“Fang die kleinen Freuden ein, es sind die Samenkörner für dein Glück.”

Andrea Riser lebt seit kurzem als Tirolerin im Burgenland, das alleine ist schon ein Novum. Sie hat einen interessanten Werdegang eingeschlagen und ist heute bei ihrer Berufung angekommen. In Oberwart hat sie ihre Praxis “Im Glücksraum”. Mit viel Geschick lässt sie ihre energetischen Erfahrungen in ihre Arbeit als Paar- und Sexualtrainerin einfließen.

Ich konnte Andrea Riser für ein Interview gewinnen und freue mich, wenn Sie die eine oder andere Anregung für sich mitnehmen können.

 

Von der Bankangestellten zur Paar- und Sexualtrainerin. Zwei völlig unterschiedliche Berufswege. Wie kommt das?

Mein Interesse mit und an den Menschen zu arbeiten hat schon in meiner Bankzeit begonnen. So war es für mich nahe liegend, tiefer in dieses Thema, auch beruflich, einzusteigen.

Während meiner vielfältigen Ausbildungswege in den letzten Jahren zum energetischen Coach war ein Thema, in jeder Gruppe, immer wieder präsent und alle Teilnehmer waren sofort hellwach.

Die Paarthematik und dazu gehörend natürlich die Sexualität.

Die Menschen beschäftigt die Liebe, die Sexualität, die Zweisamkeit. Viele Informationen wie Partnerschaft oder wie Liebe zu sein hat, werden über Magazine/Zeitschriften, Fernsehen usw. eingeholt. Oft vergessen die Menschen dabei, auf die Individualität des Einzelnen zu achten und auf das Wichtigste: eine funktionierende, gewaltfreie Kommunikation. Meine Intention war es, eine fachlich kompetente Unterstützung anzubieten.

 

Deine Homepage heißt im Glücksraum und ganz neu auch deine Praxis. Was können wir uns darunter vorstellen?

Im Glücksraum – Jeder trägt alle Informationen die er für sein Glück und sein Leben benötigt in sich. Wir haben vergessen, auf unser Inneres, auf unser Bauchgefühl zu hören und mehr noch darauf zu vertrauen.

Durch liebevolles, gezieltes Arbeiten legen wir gemeinsam diesen inneren Glücksraum frei, damit der Mensch seine Individualität, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten erkennt, und annehmen kann. So dass er/sie auch bei stürmischen Zeiten, die Geschmeidigkeit eines Baumes entwickelt um sich im Wind zu wiegen beginnt – ergo im Fluss bleiben kann. Das funktioniert nur, wenn man sich selbst annehmen kann wie man ist.

 

Sexualität wird in der Öffentlichkeit noch immer tabuisiert. Wie begegnen dir die Leute, wenn du sie mit diesem Thema konfrontierst?

Unterschiedlich. Ich spüre sehr starkes Interesse. Allerdings merke ich hier starke Unsicherheit und es wird  darüber scherzhaft gesprochen oder hinter vorgehaltener Hand. “Alles bestens, alles okay, es gibt keine sexuellen Störungen und keine Unlust.”

Es sind noch wenige, vor allem hier auf dem Land, in der Stadt wird es anders sein, die offen darüber sprechen. Es ist ein sehr persönliches Thema und bedarf viel Fingerspitzengefühl.

 

Was rätst du Menschen, für ein erfülltes Sexualleben in der Partnerschaft?

  • Kommunikation: Gemeinsame Sprache für ihre Sexualität finden
  • Gemeinsame Zeiten einplanen:  nicht dem Zufall überlassen und schauen was kommt
  • Neugier behalten: Den Partner immer wieder überraschen und sich selbst auch
  • Sexuelle Möglichkeiten besprechen

 

Mehr zu diesem spannenden Thema können Sie auf Andrea Riser’s Homepage sehen: Im Glücksraum - Einander in Liebe kräftigen

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Vor ein paar Tagen war ich bei einer Freundin. Sie ist die selbe Buchnärrin wie ich und miteinander haben wir eine Riesensammlung an vielen tollen Büchern. “Schau, ich habe ein neues Buch. Das könnte dir gefallen. Soll ich es dir leihen?” Sie drückte es mir in die Hand. Als ich den Titel las, fing ich an zu grinsen. “Das habe ich auch, ich liebe es!”

Vor vielen Jahren habe ich dieses Buch geschenkt bekommen mit einer wunderschönen Widmung darin:  “Liebe Gabi, das ist nur Papier bedruckt mit Tinte, wer es jedoch zu sehen vermag, für den kann sich ein Leben verändern.”

Sind Sie neugierig geworden, welches Buch so große Begeisterung hervorrufen kann? Ich sage Ihnen, Jorge Bucay versteht es mit seinen beiden Helden Demian und Jorge, Menschen zum Denken anzuregen.

Demian, ein junger Mann, der Schwierigkeiten in den Beziehungen zu anderen Menschen hat, geht zu Jorge, dem Dicken. Jorge ist ein “etwas spezieller” Psychotherapeut. Mit seiner direkten, schrulligen , chaotischen Art bringt er Demian schier zur Verzweiflung.

Fast in jeder Sitzung erzählt Jorge Demian eine Geschichte: da geht es um einen Elefanten, der sich an einem kleinen Stück Holz fest binden lässt.  Aufgrund der Erfahrungen in seiner “Kindheit” versucht er nicht sich zu befreien, obwohl es für ihn ein Leichtes wäre. Wir Menschen sind oft ähnlich wie der Elefant, wir versuchen etwas nicht mehr, nur weil es einmal nicht klappte.

Ein anderes Mal erzählt Jorge von einem Holzfäller, der begeistert seine Arbeit macht. An seinem ersten Arbeitstag fällt er achtzehn Bäume und das möchte er am nächsten Tag noch übertreffen. Er geht früh zu Bett, damit er ausgeschlafen ist. Jedoch schafft er es am nächsten Tag nicht seinen Rekord einzustellen. Von Tag zu Tag fällte er weniger Bäume. Der Holzfäller konnte sich nicht erklären, warum er immer weniger und weniger Bäume fällte. Der Vorarbeiter gab ihm einen Tipp.

Immer wieder möchte Demian die Therapie abbrechen, doch Jorge verwickelt ihn aufs Neue in eine Geschichte. Mit den vielen AHA-Geschichten verändert sich über die Monate Demians Einstellung und er sieht viele Dinge im Leben anders.

Ich liebe das Buch, da es einfach zu lesen ist und trotzdem einen tiefen Sinn hat. Es regt mich an, Dinge in einem anderen Licht zu betrachten. Wie heißt es so schön: wenn du andere Fragen stellst, wirst du auch andere Antworten bekommen.

Jorge Bucay wurde 1949 in Buenos Aires geboren und ist argentinischer Autor, Psychiater und Gestalttherapeut.

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte von Jorge Bucay, Amman Verlag,  ISBN 3-250-60077-6

Schüssler Salze – Und die Grippe kann gehen

Wie bereits angekündigt, stelle ich Ihnen hier die Schüssler-Mischung bei einem Grippalen Infekt vor:

Nr. 3 -  Ferrum phosphoricum, Nr. 4 -  Kalium chloratum, Nr. 8 – Natrium chloratum, Nr. 10 – Natrium sulfuricum  Lutschen Sie  jeweils 7 – 10 Stück pro Tag.

Ich möchte Ihnen erklären, was es mit den einzelnen Nummer auf sich hat und warum sie gerade bei einem Grippalen Infekt in dieser Weise wirksam werden.

Nehmen wir die Nr. 3, Ferrum phosporicum : Es ist wichtig für die Transportqualität des Blutes. Eisen unterstütz den Stoffwechsel im Körper und wird gerade bei großer Hitze oder Kälte viel in Anspruch genommen. Wenn es  zur “Alarmsituation” kommt und zu wenig Eisen im Speicher ist, erhöht sich unsere Betriebstemperatur, damit die Transportwege in uns aufrechterhalten werden können. Wir haben leichtes Fieber (37° – 38,8°).

Durch  lutschen von Nr. 3 werden die Arbeitsspeicher wieder ausreichend versorgt und ein weiteres “Einheizen” ist nicht mehr notwendig und die Körpertemperatur geht zurück. Ist das nicht schlau?

Kalium chloratum, die Nr. 4 ist verantwortlich für unsere Drüsen, so unter anderem auch für die Schleimdrüsen der  Bronchien. In fast allen Zellen befindet sich Faserstoff, der mit Hilfe von Kalium chloratum und Eiweiß gebildet wird. Wenn zu wenig von der Nummer 4 vorhanden ist, wird der Faserstoff zerlegt, um an das Kalium chloratum zu gelangen. Es entstehen weiche Schwellungen und Husten und Schnupfen haben einen weißlichen, fadenziehenden Schleim.

Durch die Einnahme von Kalium chloratum bessert sich der Zustand meistens recht schnell. Übrigens, Strom und Alkohol verbrauchen viel von der Nr. 4.

Natrium Chloratum – ja, Kochsalz – die Nummer 8 kümmert sich unter anderem um die Flüssigkeits- und Wärmeregulierung im Körper. Es bindet das Mucin, der Stoff mit dem die Schleimhäute gebildet werden. Wenn nicht genügend Nr. 8 vorhanden ist, dann löst sich der Stoff und die Nase fängt durchsichtig, wässrig  zu “rinnen” an.

Wenn Sie ein Gefühl wie “Blei in den Gliedern” haben, brauchen Sie zusätzlich die Nr. 10, Natrium sulfuricum. Dieser Mineralstoff entzieht  Schlacken die Flüssigkeit, die Giftstoffe zerfallen und können mit Hilfe der Leber in unschädliche Stoffe umgewandelt werden. Diese verabschieden sich dann über unseren Dickdarm.

Mit dieser Mischung sollten Sie recht gut durch die Winterzeit kommen. Nützen Sie jede Gelegenheit, die sich Ihnen bietet, um ins Freie zu gehen, das stärkt Ihre Abwehrkräfte. Bleiben Sie gesund. ;)

Hier schreibt für Sie

Gabi Rieser

Gezwitschert

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