Ein ganzes halbes Jahr

Zu Pfingsten war ich mit meinen Kindern in Hamburg. Es war wieder einmal sehenswert und wir haben uns alle drei wohl gefühlt. Nachdem wir noch einen Kurzbesuch in Flensburg vorhatten und dorthin mit dem Zug wollten, brauchten wir Lesestoff. Meine Tochter hielt mir 2 Bücher vor die Nase: „Welches Buch soll ich nehmen?“  Instinktiv zeigte ich auf das Buch noch Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr.

buch-einganzesDer Klappentext alleine war schon recht spannend:

Lou & Will
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Cafe arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Louisa, 26 Jahre alt, von allen Lou genannt lebt in einer britischen Kleinstadt und arbeitet in einem Café. Sie wohnt mit ihrer jüngeren Schwester und deren kleinen Sohn bei ihren Eltern. Ihre Mutter pflegt den Großvater, der ebenfalls bei ihnen im Haus lebt. Lous Vater arbeitet in einer Fabrik, allerdings gehen die Gerüchte um, dass er seinen Arbeitsplatz verlieren soll. Daher ist ihre Familie wesentlich auf Louisas Gehalt angewiesen und lässt auch keine Gelegenheit aus, ihr das zu sagen.

Als Lou eines Tages arbeitslos nach Hause kommt scheint eine Welt zusammen zu brechen. Nach verschiedenen Jobs, die sie nach kürzester Zeit wieder kündigt, bekommt sie eine Stelle als Pflegehelferin bei einem querschnittsgelähmten Mann.

Will, der vor seinem Unfall sein Leben in vollen Zügen genossen hat und sportlich immer an seine Grenzen gegangen ist, kommt mit der Tatsache ein Tetraplegiker zu sein überhaupt nicht klar. Er benötigt immer fremde Hilfe, da er die Beine nicht und die Hände nur minimal bewegen kann.

Lou stellt sich mit ihrer ungewöhnlichen, offenen Art dieser enormen Herausforderung. Nur sehr langsam kann sie  zu Will vordringen. Sie lernt, welche kaum überwindbaren Hindernisse es allein schon bei einem normalen Ausflug gibt und welche Vorbereitung im Vorfeld notwendig ist.

Mit der Zeit gewöhnen sie sich aneinander und genießen die gemeinsamen Tage.  Lou erheitert Will und gibt seinem Alltag wieder mehr Farbe. Im Gegenzug fordert Will Lou und treibt sie dazu über ihre vermeintlichen Grenzen zu gehen.

Mein Fazit: Es ist ein wundervolles Buch und es viel mir schwer es aus der Hand zulegen. Ich habe gelacht, ich habe geweint – ein Buch, das Herzen berührt.

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