Welcher Superheld bist du?

Superheld

Anfang Februar hat mich Jörg Unkrig zur Blogparade „Vorbilder 2016“ eingeladen. Dabei ist mir sofort das Bild der Superhelden in den Sinn gekommen. Vielleicht auch deswegen, weil ich ein paar Tage zuvor mit meiner Tochter darüber gesprochen habe, welcher Held sie gerne wäre.

Mit einem Schmunzeln dachte ich mir, ja den Beitrag habe ich „schnell“ geschrieben. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr erkannte ich – schnell geht das nicht.

Wenn du Kinder hast, Tante oder Onkel bist, bist du ein Vorbild, ob du willst oder nicht. Kinder ahmen Erwachsene nach, denn es ist die natürliche Form des Lernens. Sie saugen alles, ja wirklich alles auf, wie ein Schwamm Wasser in sich aufsaugt. Kinder spiegeln, was du ihnen vorlebst. Wenn dir nicht immer gefällt, was du da vorgesetzt bekommst, ist es eventuell an der Zeit, dich selber mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Wenn ich gefragt werde, wer ist dein Vorbild? Fällt es mir gar nicht so leicht, aus dem Stehgreif jemanden zu benennen. Natürlich gibt es Menschen, die ich bewundere für das, was sie bewegen. Eigenschaften, wie wertschätzender Umgang mit anderen oder kreative Wortspiele, die auf humorvolle Weise zum Nachdenken anregen, finde ich „bärig“.

Wie das Wort Vorbild deutlich macht, steht dieses Bild Vor dir und da komme ich zu einem anderen Gedanken. Wieviele Freiheiten und Möglichkeiten lässt so ein Vorbild zu. Da braucht es jede Menge bewusst sein, damit die eigene Kreativität nicht verloren geht, wenn man so beschäftigt damit ist, das Vorbild nachzuahmen.

Ich denke, viele wunderbare Erfindungen und Entwicklungen gäbe es nicht, wenn sich Menschen nicht auf den Weg gemacht hätten, außerhalb der „Box“ neue Gedankenwege zu gehen. Wie heißt es so schön: wer andere Fragen stellt, wird andere Antworten bekommen.

Wer mich hier schon länger begleitet, weiß – ich lese sehr gerne und andauernd. Im Moment lese ich gerade, wieder einmal, „Safari des Lebens“ von John Strelecky. Der Held der Geschichte reist nach Afrika, um dort sein Glück zu finden. Mit Ma Ma Gombe macht er sich auf den Weg, um Afrikas „Big Five for Life“ zu sehen. Sie erklärt Jack, dass man für den Weg zur Erfüllung seiner persönlichen Träume „Wer-Menschen“ braucht. Das ist Jemand, der dich aus seiner Erfahrung heraus, mit dem „wie habe ich das gemacht“ unterstützen kann.

Was sind deine Vorstellungen von einem Vorbild? Wie möchtest du gerne gesehen werden, um ein „gutes“ Vorbild zu sein? Für mich ist es wichtig authentisch zu sein, denn nur so geht es leicht und macht es mir Freude. Es ist unheimlich anstrengend, wenn du dich verstellen mußt, um dem Bild zu entsprechen, welches du im Außen zeigen möchtest.

Wenn du weißt, welches deine innersten Wünsche sind, und wofür du zuständig bist, dann bist du automtisch ein tolles Vorbild. Du kannst gar nicht anders, als ein begeisterndes Leben führen. Ein Superheld wie „Superman“ hat den Röntgenblick – wenn du dein Bauchgefühl als Röntgenblick verwendest und bewusst im Leben stehst, was hält dich dann davon ab, ein Überflieger zu sein?

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Superheld, Superkräfte… Vorbilder müssen gar nicht immer im Vordergrund stehen und riesige Dinge tun. Ich habe vor kurzem jemanden erlebt, der für mich zum Vorbild geworden ist, obwohl er die meiste Zeit im Verborgenen werkt.

    Mein Superheld ist unser „Putzmann“, der fröhlich das Treppenhaus putzt und dabei singt. Mehr unter blog.mentaltraining360.at/echtes-vorbild-verborgenen/
    Er ist der Held für sich selber, für seine Zufriedenheit und Psychohygiene – und deswegen für mich ein Vorbild.

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